Gesetze und Verordnungen zum Gehörschutz: Was schreibt das Gesetz über Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz vor?

Gehörschäden sind eine der häufigsten Berufskrankheiten in den Niederlanden. Für mehr als zwei Millionen Menschen ist ein ständiges Piepen, Zischen oder Brummen im Ohr die tägliche Realität. Als Arbeitgeber sind Sie nach dem Gesetz über die Arbeitsbedingungen und der Vereinbarung über das Gehör gesetzlich verpflichtet, Gehörschäden am Arbeitsplatz zu verhindern.

Wenn Sie diese Gesetze und Vorschriften ernst nehmen, schützen Sie nicht nur Ihre Mitarbeiter, sondern sorgen auch für eine nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit innerhalb Ihres Unternehmens.

Wann ist Gehörschutz am Arbeitsplatz vorgeschrieben?

Gehörschäden schleichen sich ein; Ihre Mitarbeiter bemerken sie oft erst, wenn es zu spät ist. Da sich diese Schäden unbemerkt anhäufen und nie wieder erholen, gibt es in den Niederlanden klare Grenzwerte für Lärmbelästigung am Arbeitsplatz:

  • 80 dB(A): Bei einer täglichen Exposition von mehr als 80 dB(A) (vergleichbar mit einem belebten Büro oder einer Leichtindustrie) ist der Arbeitgeber verpflichtet, Gehörschutz zur Verfügung zu stellen, wobei der Bedarf an dieser Lautstärke auch in die Risikoinventarisierung und -bewertung (RI&E) aufgenommen werden muss. Dann müssen Maßnahmen ergriffen werden.
  • 83 dB(A): Ein Arbeitnehmer darf maximal 4 Stunden ohne Gehörschutz arbeiten, vorausgesetzt, es besteht kein unannehmbar hohes Risiko einer Gehörschädigung. Während der verbleibenden 4 Stunden darf es keine weiteren hohen Lärmpegel geben.
  • 85 dB(A): Ein Arbeitnehmer ist verpflichtet, einen Gehörschutz zu tragen, wenn die tägliche Belastung im Durchschnitt 85 dB(A) übersteigt.
  • Die 3-dB-Regel: Für jede Erhöhung um 3 dB halbiert sich die sichere Expositionszeit. Was bei 80 dB(A) noch 8 Stunden lang sicher ist, ist bei 83 dB(A) nur noch 4 Stunden lang gerechtfertigt.


Lesen Sie die gesamte Gesetzgebung zu Gesundheit und Sicherheit hier.


Die Auswirkungen von Lärmschwerhörigkeit auf Ihr Unternehmen

Die Nichteinhaltung der Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien für Lärm birgt große finanzielle und operative Risiken für Ihr Unternehmen:

  1. Erhöhte Fehlzeiten: Arbeitnehmer, die über längere Zeiträume übermäßigem Lärm ausgesetzt sind, leiden eher unter Stress, Müdigkeit und Konzentrationsproblemen.
  2. Sicherheitsrisiken am Arbeitsplatz: Eine Schwerhörigkeit führt dazu, dass Alarmsignale oder wichtige Arbeitsanweisungen überhört werden, was die Sicherheit insgesamt beeinträchtigt.
  3. Gesetzliche Haftung und Geldbußen: Entsprechen Ihre Prozesse nicht den gesetzlichen Vorschriften? Dann riskieren Sie Geldstrafen von der niederländischen Arbeitsaufsichtsbehörde und kostspielige zivilrechtliche Schadensersatzforderungen von (ehemaligen) Mitarbeitern.


In nachhaltige Beschäftigungsfähigkeit investieren: Vom Quellenansatz zu Otoplastik

Laut Gesetz sollten Sie die Lärmbelästigung vorzugsweise direkt an der Quelle bekämpfen. Kann die Lautstärke Ihrer Maschinen oder Prozesse nicht weiter reduziert werden? Dann ist die Verwendung von professionellem Gehörschutz der zwingende nächste Schritt.

Die Entscheidung für professionelle Lösungen, wie z.B. maßgefertigte Otoplastiken, ist eine direkte Investition in eine gesunde, produktive und sichere Arbeitsumgebung. Damit demonstrieren Sie gute Beschäftigungspraktiken, verhindern Fehlzeiten und halten die geltenden Gesetze und Vorschriften ein.